04.03.24
Firmenjubiläum - 300 Jahre CHRISTOPH PALME
300 Jahre CHRISTOPH PALME – Die außergewöhnliche Geschichte einer der traditionsreichsten Kristallleuchter-Manufakturen Europas. Von Böhmen bis Rheinbach.
Im Jahr 2024 feiert CHRISTOPH PALME ein außergewöhnliches Jubiläum: 300 Jahre Unternehmensgeschichte. Seit der Gründung im Jahr 1724 steht der Name CHRISTOPH PALME für hochwertige Kristall-Kronleuchter, kunstvolle Leuchten und traditionelles Handwerk mit internationaler Bedeutung. Über viele Generationen hinweg entwickelte sich aus einer böhmischen Glasraffinerie ein Unternehmen, dessen Leuchten bis heute weltweit geschätzt werden.
Die Anfänge in Böhmen – Der Ursprung einer außergewöhnlichen Geschichte
Die Geschichte von CHRISTOPH PALME beginnt im Jahr 1724 in Parchen bei Steinschönau in Böhmen, dem damaligen Zentrum europäischer Glaskunst. Firmengründer Josef Palme (1701–1747) legte den Grundstein für die offiziell registrierte Glas-Lüsterherstellung und spezialisierte sich früh auf die Fertigung hochwertiger Glas- und Kristallleuchter.
Bereits wenige Jahre nach der Gründung gelangten die ersten Leuchter an europäische Adelshäuser. Einer der frühesten bekannten Kronleuchter wurde um 1724 für Prinz Eugen von Savoyen nach Schloss Hof bei Wien geliefert. Dieses historische Stück befindet sich heute im Museum in Wien.
Kronleuchter für Könige, Kaiser und Paläste Europas
Nach dem Tod von Josef Palme führte sein Bruder Christoph Palme das Unternehmen weiter und firmierte es im Jahr 1751 offiziell zu CHRISTOPH PALME & Co. um.
Mit wachsendem Ruf expandierte das Unternehmen in zahlreiche Länder Europas und darüber hinaus. Die kunstvoll gefertigten Kristallkronleuchter fanden ihren Weg in königliche Residenzen, Schlösser und bedeutende Bauwerke.
Historisch dokumentierte Lieferungen gingen unter anderem an:
König Ludwig XV. von Frankreich
Kaiserin Maria Theresia in Wien
Sultan Osman III. in Konstantinopel
Zarin Elisabeth von Russland
Auch zahlreiche deutsche Fürstenhäuser und Residenzen wurden mit Kronleuchtern der Palme-Familie ausgestattet. Bis heute gelten böhmische Kristallleuchter als Symbol europäischer Handwerkskunst und Eleganz.
Über Generationen hinweg fortgeführt
Über viele Generationen blieb das Unternehmen in Familienhand und wurde kontinuierlich weitergeführt. Die traditionelle Glas- und Kristallverarbeitung wurde dabei stetig verfeinert und den jeweiligen technischen Entwicklungen angepasst.
Mit dem Beginn der Gas- und später Elektrizitätsbeleuchtung entstanden neue Möglichkeiten in der Leuchtenfertigung. Unter Carl Hickisch begann die Weiterentwicklung des Unternehmens in das Zeitalter moderner Beleuchtungstechnik.
Ihm folgten weitere Generationen der Familie Hickisch, darunter Arno Hickisch sowie später Erich Hickisch, der nach dem Zweiten Weltkrieg eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau des Unternehmens spielte.
Vertreibung, Neuanfang und der Weg nach Rheinbach
Der Zweite Weltkrieg veränderte die Geschichte des Unternehmens grundlegend. Als Sudetendeutsche verlor die Familie ihre Heimat in Böhmen und musste fliehen.
1946 machte sich Erich Hickisch gemeinsam mit Freunden und Weggefährten auf die Suche nach einer neuen Heimat im Westen Deutschlands. Die Wahl fiel schließlich auf Rheinbach am Rande der Eifel.
Bereits Ende 1947 entstand in der Grabenstraße die erste neue Werkstatt von CHRISTOPH PALME & Co. in Rheinbach. Schon kurz darauf wurden erneut internationale Aufträge gefertigt und exportiert – unter anderem nach Montevideo und New York.
Das ehemalige Gebäude in der Grabenstraße existiert bis heute und markiert den Neubeginn einer traditionsreichen Unternehmensgeschichte in Deutschland.
Die neue Manufaktur in Rheinbach
Durch die positive Entwicklung des Unternehmens entstand Anfang der 1950er Jahre ein neues Fabrikgebäude an der heutigen Koblenzer Straße in Rheinbach.
Über Jahrzehnte hinweg wurden dort hochwertige Kristall-Leuchten gefertigt und weltweit geliefert. Die Leuchten von CHRISTOPH PALME schmückten Kirchen, Hotels, Privathäuser und repräsentative Gebäude auf der ganzen Welt.
Auch zahlreiche internationale Projekte wurden umgesetzt – darunter Leuchten für Paläste in Saudi-Arabien, Brunei und den Golfstaaten sowie bedeutende Gebäude wie:
Schloss Bellevue in Berlin
Das Weiße Haus in Washington
Der Kreml in Moskau
Das Auswärtige Amt in Berlin
Der Petersberg in Bonn
Wandel der Zeit und Fortführung der Tradition
Die weltweiten Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte stellten viele traditionelle europäische Manufakturen vor große Herausforderungen. Billigimporte und industrielle Massenfertigung erschwerten zunehmend die wirtschaftliche Herstellung hochwertiger handgefertigter Leuchten.
Im Jahr 2006 wurde die große Manufaktur in Rheinbach schließlich geschlossen. Das Gelände wurde später neu bebaut. Zur Erinnerung an die traditionsreiche Firmengeschichte entstand dort der heutige Christoph-Palme-Ring.
Trotz dieser Veränderungen lebt die Tradition bis heute weiter.
Seit 2017 führt Christoph Hickisch das Familienunternehmen in der 11. Generation fort. Der Schwerpunkt liegt heute auf hochwertigen Lampen, Kristallen, Lüsterbehang, Leuchtenzubehör sowie Restaurations- und Reinigungsarbeiten für historische und moderne Leuchten.
Die Verbindung aus jahrhundertealter Erfahrung, Fachwissen und Leidenschaft für hochwertige Lichtobjekte prägt CHRISTOPH PALME bis heute.
CHRISTOPH PALME heute
Auch heute steht CHRISTOPH PALME für hochwertige Leuchten, ausgewählte Kristalle und traditionelles Fachwissen rund um Kronleuchter, Restaurierung und Leuchtenzubehör.
Mit großer Leidenschaft wird die jahrhundertealte Geschichte des Unternehmens weitergeführt – verbunden mit moderner Technik, persönlicher Beratung und der Begeisterung für besondere Lichtobjekte.